Qigong

 

Als der berühmte Cellist Pablo Casals einmal gefragt wurde, warum denn mit über 90 Jahren noch immer täglich mehrere Stunden Cello übe, antworte er: "Ich habe das Gefühl, ich mache Fortschritte."

 

Auch das Üben von Qigong entspringt einem inneren Bedürfnis - und geschieht absichtlos.

 

 

Unter Qigong versteht man meditative Bewegungsformen in alter chinesischer Heil-Tradition, die darauf abzielen, die Lebensenergie Qi im eigenen Körper zu stärken und zu lenken.

"Qi" heißt "Kraft" oder "Energie" - der Begriff "Gong" meint in etwa "kunstvolles Umgehen" oder "Arbeit". Qigong wird oft mit "Pflege der Lebensenergie" übersetzt.


Qigong ist - neben der Akupunktur, Ernährungslehre, Massage und Kräutertherapie - ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin - TCM.

Nach diesem medizinischen System entstehen Krankheiten durch Stau oder das Fehlen dieser Energie. Im Umkehrschluß: wir können unsere Gesundheit erhalten oder wiederherstellen, wenn wir durch beharrliches Üben (Gong) das ungehinderte, gleichmäßige Fließen dieser Kraft erreichen.

In der etwa 2000-jährigen Geschichte haben sich sehr verschiedene Übungsformen und -Stile entwickelt: von sehr kraftvoll-bewegten, dem Taijiquan (Tai Chi Chuan) ähnlichen bis zu rein meditativen, stillen Übungen. Immer aber geht es um die Kultivierung und Lenkung der Lebensenergie Qi durch die Vorstellung und den Atem.

Bewegte Qigongübungen werden oft mit bildhaften Ausdrücken verknüpft ("Rudern auf einem See", "Den Affen abwehren", "Fliegen wie eine Wildgans") und zeichnen sich durch ihre Ruhe und Geschmeidigkeit aus. Bewußt gelenkter Atem ist Bestandteil der Übungen. Klopf-, Dehn- und Selbstmassagetechniken ergänzen die Wirksamkeit.
Dabei ist das Erlernen der äußeren Bewegungen relativ einfach - das wirkliche Erspüren, Verfeinern und Leiten des Qi ist ein lebenslanger Prozeß.

Weil es Bewegungsabläufe konzentrierter und damit effizienter ausführen lässt und das Verletzungsrisiko mindert, wird Qigong auch unterstützend im physiotherapeutischen Bereich und im Leistungssport eingesetzt.

Die Übungen können auch im Sitzen durchgeführt werden können, dadurch ist diese Methode gerade auch für ältere Menschen geeignet, iihre Vitalität zu fördern.

Regelmäßiges Üben harmonisiert die Atmung, erhöht die Konzentrationsfähigkeit, kräftigt und mobilisiert Gelenke und Muskulatur. Die Übungen führen zu einem verändertem Körperbewußtsein und versetzen uns in einen Zustand innerer Ruhe. So ist Qigong bei praktisch allen Störungen des Wohlbefindens, vor allem aber zur Vorbeugung gegen Krankheiten angezeigt.

Qigong lässt sich jederzeit und überall praktizieren und kann so eine Bereicherung unseres Alltags werden!


 

Es gibt nichts Gutes, außer - man tut es !         Erich Kästner

 

 

Hier meine grafische Darstellung der 18 harmonischen Übungen des Taiji-Qigong:

Mein Qigong-Lehrer-Profil auf der Seite der Deutschen Qigong Gesellschaft DQGG.

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© Christian Janshen